​Online-Medien und globale Kommunikation 4(4): Abstracts auf Deutsch

发布时间:2026-01-01浏览次数:12

Thema: Der Einfluss digitaler und sozialer Medien auf das Nation Branding aus der Perspektive der Vision der Staaten des Golf-Kooperationsrats (GCC)

Herausgeber: Mohammad Abuljadail, König-Abdulaziz-Universität, Saudi-Arabien.

 

Wie Social-Media-Influencer den Tourismus und das Stadtimage beeinflussen Ein interkultureller Vergleich von TikTok-Nutzern in den Vereinigten Staaten und Saudi-Arabien

 

https//doi.org/10.1515/omgc-2025-0040
Ping Yang, Chin-Chung Chao, Afnan Qutub, Osama Mohammed Bahassan

 

Zweck
Diese Studie untersucht, wie TikTok-Influencer den Tourismus beeinflussen und das öffentliche Bild von Riad (Saudi-Arabien) prägen, anhand eines interkulturellen Vergleichs mit Washington, D.C. in den Vereinigten Staaten. Riad und Washington, D.C. wurden aufgrund ihrer Bedeutung als
Reiseziele in ihren jeweiligen Ländern ausgewählt.

 

Methodik

Es wurde ein Mixed-Methods-Ansatz gewählt, um den Beitrag von Social-Media-Influencern zur Tourismusbranche zu analysieren und die Wahrnehmung der Nutzer hinsichtlich der Videoeffektivität und Stadtimages zu bewerten. Eine qualitative Inhaltsanalyse wurde durchgeführt, um Videoinhalte, Kommentare und Kongruenz zu untersuchen. Anschließend wurde eine Umfrage eingesetzt, um den Einfluss demografischer Faktoren auf die Einstellungen des Publikums, die Reiseabsichten und die Wahrnehmungen des Stadtimages weiter zu erforschen.

 

Ergebnisse

Die Analyse der TikTok-Videos zeigt ähnliche Kommunikationsmuster saudi-arabischer und US-amerikanischer Influencer bei der Schaffung attraktiver Erlebnisse für Touristen. Im Vergleich dazu betonten Influencer aus Saudi-Arabien eher abenteuerorientierte und kulturbezogene Inhalte, während Influencer aus den USA häufiger eventbasierte und lifestyleorientierte Inhalte präsentierten. Engagement-Raten und -Strategien unterschieden sich zwischen beiden Gruppen. Die Umfrageergebnisse offenbarten, dass zwar beide Gruppen Transparenz und Glaubwürdigkeit betonten, US-amerikanische Befragte jedoch ein höheres Maß an Medienskepsis aufwiesen und breitere Bedenken äußerten, darunter Fragen der Repräsentation, des Overtourismus und versteckter Kosten.Saudi-arabische Teilnehmende hoben kulturelle Sensibilität hervor und bevorzugten authentische lokale Erzählungen.

 

Praktische Implikationen

Die Analyse der Wirkung von Social-Media-Influencern auf TikTok liefert wertvolle Einblicke in deren Rolle bei der Förderung des Tourismus, der Publikumsbindung und der Gestaltung des Stadtimages. Sie hat praktischen Nutzen, da sie Unterschiede in Influencer-Strategien und Publikumsinteraktionen aufzeigt. Der Vergleich ermöglicht neue Perspektiven darauf, wie Stadtbilder durch Social-Media-Plattformen wirkungsvoller konstruiert und kommuniziert werden können.

 

Soziale Implikationen

Die qualitativen und quantitativen Forschungsergebnisse sind für ein globales Publikum von Bedeutung, darunter sowohl lokale als auch internationale Touristinnen und Touristen. Sie bieten ein tieferes Verständnis dafür, wie Social-Media-Inhalte Wahrnehmungen von Städten und Reiseverhalten beeinflussen.

 

Wert

Diese Studie erweitert das Wissen im Bereich der Social-Media-Forschung, indem sie einen interkulturellen Vergleich mit Schwerpunkt auf TikTok-Influencern bietet.

 

Schlüsselwörter

Social-Media-Influencer; TikTok; Saudi-Arabien; Vereinigte Staaten; Inhaltsanalyse; Umfrage

 

Übersetzerin杨玉曼 Yang Yuman

Korrektorin梅婷Mei Ting

 

Social-Media-Influencer auf Douyin und der Aufbau des nationalen Images Saudi-Arabiens in China „Roujie” als Beispiel

https//doi.org/10.1515/omgc-2025-0038

Qicheng Liu, Yushu Zhu

Zweck

Da Social-Media-Influencer zunehmend das nationale Image prägen, untersucht diese Studie, wie Douyin-Influencer – mit besonderem Fokus auf Roujie – das nationale Image Saudi-Arabiens konstruieren und kommunizieren und die Wahrnehmung der chinesischen Öffentlichkeit beeinflussen.

Design/Methodik

Auf der Grundlage von Theorien zum nationalen Image und zur Framing-Theorie untersucht die Studie mithilfe von Inhaltsanalyse, Framing-Analyse und einer Umfrage die Hauptmuster von Influencern mit Bezug zu Saudi-Arabien, die Ausgestaltung Saudi-Arabiens in Roujies Inhalten und die Wahrnehmung des chinesischen Publikums.

Ergebnisse

Es wurden zwei Haupttypen von Influencern identifiziert narrative Life-Sharing-Creators und visuell orientierte Cultural-Showcase-Creators. Die Wahrnehmung Saudi-Arabiens durch das chinesische Publikum bleibt weitgehend losgelöst von den laufenden sozialen Veränderungen des Landes. Roujies Videos, die durch intimes Familienleben und positive kulturelle Interpretationen geprägt sind, erzeugen bei den chinesischen Zuschauern eine starke psychologische Resonanz und kulturelle Identifikation.

Praktische Implikationen

Saudi-Arabien sollte im Rahmen seiner Vision 2030 regionsspezifische Strategien für sein nationales Branding verfolgen. Die Zusammenarbeit mit chinesischen Influencern, die in der Golfregion leben, könnte die Authentizität und Effektivität der nationalen Imageförderung verbessern.

Soziale Implikationen

Die Studie unterstreicht die zentrale Rolle von Influencern in der interkulturellen Kommunikation und hebt die Bedeutung der Einbeziehung soziokultureller und psychologischer Dimensionen in die internationale öffentliche Diplomatie hervor.

Originalität/Wert

Dies ist die erste wissenschaftliche Studie über Douyin-Influencer, die Saudi-Arabien repräsentieren, und bietet neue Erkenntnisse für die interkulturelle Kommunikation und das digitale Nation Branding, das sich an das chinesische Publikum richtet.

Schlüsselwörter Social-Media-Influencer; Saudi-Arabien; China; Douyin; nationales Image; Framing-Theorie

Übersetzerin梅婷Mei Ting

Korrektorin杨玉曼 Yang Yuman

 

 

Die Repräsentation von Frauen auf Instagram Mode-Influencerinnen aus GCC- und Nicht-GCC-Ländern

https//doi.org/10.1515/omgc-2025-0043

Marta Mensa, Yang Yang

Zweck

Diese Studie untersucht die Darstellung von Körperbild, sexueller Objektivierung und Stereotypen durch führende Mode-Influencerinnen aus Ländern des Golf-Kooperationsrats (GCC) und Nicht-GCC-Ländern auf Instagram.

Methodik

Es wurde eine quantitative Inhaltsanalyse von 550 Instagram-Posts führender Mode- Influencerinnen durchgeführt.

Ergebnisse

GCC-Influencerinnen trugen überwiegend zurückhaltende Kleidung (81,3 % nicht freizügige Kleider), wobei 50 % Hijab/Niqab/Shaila trugen. Trotz der begrenzten Körperfreizügigkeit drückten sie ihre Sexualität durch feminine Berührungen (43 %, am höchsten in Oman) und suggestive Posen (20,3 %, am höchsten in Kuwait) aus.

Nicht-GCC-Influencerinnen zeigten mehr Körperentblößung, mit leicht freizügigen (48,4 % im Irak) oder mäßig freizügigen Kleidern (10,4 % in Libyen/Iran). Provokative Kleidung war üblich (23,2 %, insbesondere im Iran), gemeinsam mit langen Haaren (66,8 %).

Das Stereotyp des dekorativen Objekts dominierte in beiden Regionen (GCC 87 %; Nicht-GCC 94 %). Die Stereotypen der Fürsorgerin (GCC 9,3 %; Nicht-GCC 4,4 %) und der Abhängigen (GCC 3 %; Nicht-GCC 1,6 %) waren weniger verbreitet.

Praktische Implikationen

Die Studie liefert Marken und politischen Entscheidungsträgern Einblicke in kulturelle Nuancen der Selbstdarstellung in verschiedenen Regionen des Nahen Ostens. Sie zeigt auf, wie zurückhaltende Kleidung mit subtilen sexuellen Ausdrucksformen koexistiert, und informiert über kultursensible Marketingstrategien.

Soziale Implikationen

Die Studie offenbart eine anhaltende interkulturelle Verstärkung des Stereotyps des „dekorativen Objekts” im Influencer-Kontext der Modebranche, was trotz regionaler Unterschiede in Bezug auf Zurückhaltung potenziell zu einer Verfestigung reduktiver Standards von Weiblichkeit führt.

Wert

Die Studie ist die erste vergleichende Analyse von Objektivierung und Stereotypen unter Mode-Influencern aus GCC- und Nicht-GCC-Ländern und dokumentiert quantitativ, wie kulturelle Normen der Zurückhaltung mit sexualisierten Darstellungen in sozialen Medien interagieren.

 

Schlüsselwörter Sexuelle Objektivierung, Instagram, Online-Medien, Golf-Kooperationsrat, Mode-Influencer

 

Übersetzerin梅婷Mei Ting

Korrektorin杨玉曼 Yang Yuman

 

Social-Media-Influencer und ihre Rolle bei der Stärkung des nationalen Markenimages Saudi-Arabiens in den globalen Medien

https://doi.org/10.1515/omgc-2025-0044

Duaa Fathi Salim, Mai Walid Salam

 

Ziel

Dieser Artikel beleuchtet den Beitrag von Social-Media-Influencern zur Stärkung der saudischen Nationalmarke im Kontext globaler Mediendiskurse. Darüber hinaus wird analysiert, wie das Publikum mit Influencer-Inhalten interagiert und inwieweit dieses Engagement das globale Image Saudi-Arabiens im Rahmen der „Vision 2030“ beeinflusst.

Methodik

Der theoretische Rahmen der Studie basiert auf der Akteur-Netzwerk-Theorie, dem Ruler-Modell des Nation Brandings sowie dem Konzept der digitalen Diplomatie. Das Forschungsdesign folgt einem Mixed-Methods-Ansatz: Eine quantitative Umfrage unter 400 Teilnehmern wurde mit einer qualitativen Inhaltsanalyse des – durch die offenen Umfrageantworten identifizierten – führenden Influencers, Turki Al-Sheikh, kombiniert. Die qualitativen Befunde wurden anhand von acht analytischen Achsen strukturiert, die aus Aakers (2011) Dachmodell des Nation Brandings abgeleitet wurden, um eine systematische Interpretation im Kontext der Vision 2030 zu ermöglichen. Eine Stichprobe von 20 Beiträgen Al-Sheikhs zu kulturellen Großereignissen (z. B. Riyadh Season, MDLBeast, Formel 1) wurde ausgewertet. Dabei wurden Engagement-Kennzahlen und die Publikumswahrnehmung untersucht, um die Kohärenz zwischen den Influencer-Inhalten und den Zielen des saudischen Nation Brandings zu bewerten.

Ergebnisse

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Social-Media-Influencer zentrale Akteure der digitalen Diplomatie und der Soft Power Saudi-Arabiens sind, indem sie die Modernisierung und kulturelle Erneuerung des Königreichs aktiv unterstützen. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit, Inhalte zu diversifizieren, Unterstützungssysteme zu institutionalisieren und Reputationsrisiken proaktiv zu managen, um den globalen Einfluss der Influencer zu maximieren. Empfohlen wird zudem eine engere Kooperation zwischen staatlichen Stellen und Influencern, flankiert von gezielten Schulungsprogrammen zur Förderung professioneller, authentischer und werteorientierter Inhalte.

Implikationen

Die Erkenntnisse veranschaulichen, wie Influencer durch kreative und interaktive Inhalte ein positives Saudi-Arabien-Bild vermitteln. Die Studie liefert politischen Entscheidungsträgern und Praktikern wertvolle Einblicke, wie Regierungen strategische Partnerschaften mit Influencern eingehen können, um Ziele des Nation Brandings effektiv voranzutreiben.

Originalität/Wert

Diese Forschung bereichert die Fachliteratur, indem sie die Doppelrolle von Influencern als Kulturbotschafter sowie als digitale Vermittler staatlich gelenkter Branding-Strategien herausarbeitet. Zudem werden sowohl das Potenzial als auch die Grenzen von Influencern als zeitgenössische Instrumente des Nation Brandings aufgezeigt, insbesondere im spezifischen Kontext der Vision 2030.

Stichwörter: Social-Media-Influencer, Nation Branding, globale Medien, Social-Media-Marketing, Cultural Branding, digitale Diplomatie, Soft Power

Übersetzerin:孟雪芹Meng Xueqin

Korrektorin:苏梦含 Su Menghan

Social-Media-Influencer als Katalysatoren des katarischen Nation Brandings Das Phänomen „Qatar Little Prince“ während der FIFA-Weltmeisterschaft 2022

https//doi.org/10.1515/omgc-2025-0042

Liping Cen

Zweck

Diese Studie untersucht, wie Social-Media-Influencer (SMIs) während der FIFA-Weltmeisterschaft 2022 in Katar als Katalysatoren für das Nation Branding fungierten, mit besonderem Fokus auf das virale Phänomen „Qatar Little Prince“. Es wird untersucht (1) die Rolle von SMIs beim Nation Branding des Golf-Kooperationsrats (GCC), (2) die Mechanismen ihres Einflusses und (3) die katalytischen Effekte von Mega-Sportveranstaltungen.

Methodik

Es wird ein Fallstudienansatz verwendet, der quantitative Engagement-Metriken und qualitative Diskursanalysen auf westlichen (TikTok, Instagram) und chinesischen (Douyin, Weibo, Xiaohongshu) sozialen Plattformen integriert. Die Forschung wendet innovativ ein dreistufiges Influencer-Framework (Makro-Meso-Mikro) an, um die Rollen der SMIs zu analysieren, und nutzt Anholts Nation Brand Hexagon für das Effekt-Benchmarking.

Hauptergebnisse

Die SMI fungierten als doppelte Akteure als kulturelle Übersetzer, die eine Brücke zwischen dem Erbe der Beduinen und der globalen Jugendkultur schlugen, und als Krisenmediatoren, die die negative Berichterstattung in den westlichen Medien abmilderten. Die Weltmeisterschaft verstärkte ihre Wirkung erheblich, wobei Synergien zwischen „Sport-Influencern” ein positives Engagement förderten. Entscheidend ist, dass die Studie die Grenzen westlich orientierter Modelle aufzeigt und das ETC-Modell (wirtschaftliche Eigenständigkeit, technologische Unabhängigkeit, kulturelles Selbstbewusstsein) als besser geeignet für die Post-Öl-Bestrebungen der GCC-Staaten vorschlägt.

Originalität/Wert

Diese Studie leistet zwei entscheidende Beiträge Sie führt ein neuartiges dreistufiges Influencer-Modell ein, um die Rolle von SMIs in der öffentlichen Diplomatie zu systematisieren, und sie leistet einen theoretischen Beitrag, indem sie das kontextspezifische ETC-Modell vorstellt. Methodisch geht sie durch eine einzigartige plattformübergreifende Vergleichsperspektive auf westliche Vorurteile ein.

Theoretische und praktische Implikationen

Theoretisch bereichert die Studie die Interaktion zwischen digitaler Diplomatie und Social-Media-Theorie durch mehrstufige Mechanismen der gemeinsamen Narrativgestaltung. Praktisch bietet sie ein übertragbares Analysemodell für Schwellenländer, die Influencer-Ökosysteme für eine strategische Imagewandlung nutzen möchten.

 

SchlüsselwörterSocial-Media-Influencer, Nation Branding, dreistufiges Influencer-Framework, ETC-Modell, Golf-Kooperationsrats(GCC)Länder, digitale öffentliche Diplomatie, Weltmeisterschaft, Katar, Vergleich zwischen chinesischen und westlichen Social-Media-Plattformen.

Übersetzerin梅婷Mei Ting

Korrektorin杨玉曼 Yang Yuman

 

„Celebrities of Worthlessness“: Die Dynamiken der Cancel Culture und die Rolle von GCC-Influencern auf der Plattform X

 

https://doi.org/10.1515/omgc-2025-0030

Ghayda Al-Juwaiser and Aljawhara Al-Mutairi

 

Zweck

Dieser Beitrag analysiert X-Posts (ehemals Tweets), die unter dem Hashtag #Mshāhīr_Al-falas („Celebrities of Worthlessness“) veröffentlicht wurden. Die Ziele der Studie sind: (1) Das Verständnis der Natur des Hashtags, der damit verbundenen Narrative und der Nutzerinteraktionen durch die Untersuchung von Metriken wie Beitrags- und Nutzerzahlen, Erwähnungen, Antworten, Reposts, einflussreichen Accounts sowie demografischen Merkmalen (Standort, Geschlecht, Alter) und der Stimmungsverteilung; (2) Die Erforschung der Dynamiken der Cancel Culture innerhalb dieses Hashtags im Kontext des GCC sowie deren Rolle bei der Gestaltung sozialen Verhaltens und gesellschaftlicher Normen mittels einer Inhaltsanalyse.

Design/Methodik

Die Studie verfolgt einen Mixed-Methods-Ansatz: Sie kombiniert eine Datenvisualisierung mittels NodeXL Pro und Power BI mit einer qualitativen thematischen Analyse von 145 ausgewählten Beiträgen aus sechs GCC-Ländern (Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Kuwait, Katar, Oman und Bahrain). Der Datensatz stammt aus dem Zeitraum vom 31. Dezember 2023 bis zum 31. Dezember 2024 und umfasst insgesamt 20.000 Posts von 53.200 Nutzern.

Ergebnisse

Die Ergebnisse identifizieren #Mshāhīr_Al-falas als ein sozio-digitales Phänomen, das in Saudi-Arabien die stärkste Resonanz findet, während die Beteiligung in anderen Golf- und arabischen Staaten variiert. Die Analyse zeigt, dass der Hashtag als Schauplatz eines gesellschaftlich aufgeladenen Diskurses dient, der eher von reaktiven öffentlichen Meinungen zu bestehenden Inhalten als von der Schaffung neuer Narrative angetrieben wird. Die Sentiment-Analyse offenbart überwiegend kritische Töne. Männer dominieren die Diskussion, während Frauen unterrepräsentiert sind – möglicherweise aufgrund geschlechterspezifischer Barrieren bei der Online-Meinungsäußerung. Die Diskussion wird primär von einer digital versierten Generation (25–34 Jahre) geführt, die mit der Influencer-Kultur vertraut ist. Die Dynamiken der Cancel Culture erstrecken sich dabei über soziale, religiös-ethische, kulturelle und nationale Kritikbereiche.

Praktische Implikationen

Der Datensatz beschränkt sich auf einen Zeitraum von einem Jahr (Dezember 2023–2024). Ein längerer Untersuchungszeitraum könnte weiterführende Analysen jenseits der vorliegenden deskriptiven Ergebnisse ermöglichen.

Soziale Implikationen

Die Ergebnisse unterstreichen den Wert kontextspezifischer Forschung, um die soziokulturellen Dynamiken digitaler Dissidenz im Golfraum besser zu verstehen. Zukünftige Studien könnten verwandte arabische Hashtags wie #BlockThem und #iḥḍuruhum vergleichend untersuchen.

Originalität/Wert

Dies ist die erste Studie, die das Phänomen #Mshāhīr_Al-falas explizit im theoretischen Rahmen der Cancel Culture analysiert. Forschung zu diesem Thema ist in der MENA-Region bislang kaum vorhanden. Im Gegensatz zu früheren Studien im arabischen Raum verwendet diese Arbeit einen Mixed-Methods-Ansatz und analysiert einen umfangreichen Social-Media-Datensatz anstelle herkömmlicher Umfragen oder Interviews.

Schlüsselwort:Cancel Culture, Social-Media-Influencer, GCC-Staaten

Übersetzerin:苏梦含 Su Menghan

Korrektorin:孟雪芹Meng Xueqin

 

GCC Social-Media-Influencer: Aufbau von Vertrauen und Steigerung des Wissens der Nutzer

 

https://doi.org/10.1515/omgc-2025-0036

Hajar Mahfoodh, Zainab Mahfoodh, Sayed Hameed Shubbar

 

Zweck

Marketing durch Social-Media-Influencer ist einer der vielen Trends, die von Social-Media-Plattformen (SMPs) im Golf-Kooperationsrat (GCC) eingeführt wurden. Diese Arbeit untersucht die aktuellen Auswirkungen, Herausforderungen und Verbrauchertrends, die die Beziehung zwischen GCC-Influencern und ihren Followern/Konsumenten prägen.

Methodik

Um die Beziehung und den Einfluss von Influencern auf Follower zu erforschen, verwendet diese Forschung einen Mixed-Methods-Ansatz, bestehend aus einer Umfrage unter 600 Teilnehmern sowie Interviews mit 24 Influencern und 24 aktiven Followern. Die Interviews dienen der Validierung der Umfrageantworten, und alle erhobenen Daten werden anschließend mithilfe von NVIVO thematisch analysiert.

Hauptergebnisse

Unsere Ergebnisse zeigen, dass Konsumenten zwischen Influencern, die Wissen und Expertise zu sozialen Themen demonstrieren (Aktivisten), und Vermarktern unterscheiden. Sie legen zudem die wettbewerbsintensive Welt der Influencer offen, in der das Fortbestehen aufgrund unerwarteter technologischer Veränderungen und der emotionalen Interaktionen der Follower ungewiss und unvorhersehbar ist. Follower sind selektiv, was eine kritische Haltung gegenüber der Marketingrolle der Influencer widerspiegelt.

Implikationen

In sozialer Hinsicht deutet die Forschung darauf hin, dass Influencer und ihre Follower eine komplexe Beziehung entwickelt haben, die durch virtuelle Kommunikation gekennzeichnet ist. Influencer verkaufen Waren und Ideen und kommunizieren darüber hinaus über Livestreams mit ihren Followern, was es ihnen ermöglicht, ihre Verbindungen durch eine mehrdimensionale Beziehung zu erweitern: Influencer-Influencer, Influencer-Follower und Follower-Follower. Diese Beziehung ist auch emotional, da Follower mit Influencern sympathisieren und mitfühlen, diese aber auch kritisieren, wenn Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit auf dem Spiel stehen.

In praktischer Hinsicht sind Follower unberechenbar, da sie selektiv sind und Marketingrollen kritisch gegenüberstehen. Einige Individuen nutzen soziale Medien auch als Komfortzone, was wiederum die Strategien und Rollen beeinflusst, die Influencer in ihrem Streben nach Erfolg annehmen. Daher legt unsere Forschung nahe, dass Influencer die Bedeutung des emotionalen Aspekts in ihrer Beziehung berücksichtigen sollten, um ihre Popularität bei Followern in Zukunft zu erhalten.

Originalität/Wert

Da die Marketingrolle von SMPs im GCC zugenommen hat, ist es essenziell, die Veränderungen, die Influencer und Follower betreffen, zu adressieren, zu analysieren und zu antizipieren. Die thematische Analyse der Forschung bietet Implikationen, die sowohl für Tätige und Forschende im Marketing als auch für diejenigen von Wert sein könnten, die an der Analyse von Konsummustern im Zusammenhang mit sozialen Medien interessiert sind.

Stichwörter: Social-Media-Plattformen, Social-Media-Influencer, Social Media im GCC, Social Media und Marketing, Influencer und Follower.

Übersetzerin:孟雪芹Meng Xueqin

Korrektorin:苏梦含 Su Menghan

 

Eine vorteilhafte Agenda setzen oder Skepsis hervorrufen? – Eine Umfrage zu Wahrnehmungen und Einstellungen gegenüber den nationalen Visionen der GCC-Staaten auf Basis von Influencer-Beiträgen auf Twitter

 

https://doi.org/10.1515/omgc-2025-0041

Musaab Alharbi 

 

 

Zweck

Angesichts der zahlreichen nationalen Transformationsprogramme im Golf-Kooperationsrat (GCC) sowie des wachsenden Einflusses von Social-Media-Influencern auf die Wahrnehmung von Themen, Personen und Ereignissen durch die Nutzer, untersucht diese Studie, welchen Beitrag Influencer zur öffentlichen Wahrnehmung und zur Einstellung der Bürger gegenüber den nationalen Visionen der GCC-Staaten leisten.

Methodik

Basierend auf einer Umfrage unter Nutzern von X (ehemals Twitter), die Influencern mit einer Transformationsagenda für 2030 aus drei GCC-Ländern (Saudi-Arabien, Katar und Bahrain) folgen, zeigt die Studie, dass Influencer maßgeblich zu einer positiven Wahrnehmung und positiven Einstellungen beitragen. Die Befragten gaben an, dass Tweets von Influencern sie dazu ermutigten, die Agenda als relevante Lösung für die Probleme in ihren jeweiligen Ländern zu betrachten.

Ergebnisse

Die Ergebnisse zeigen, dass die Agenda als erreichbar, nachhaltig und als umfassender Plan wahrgenommen wird, der alle demografischen Gruppen berücksichtigt. Darüber hinaus stellten die Forschenden fest, dass Influencer die Befragten dazu anregen, auch jene Aspekte der Agenda zu verstehen, die Defizite aufweisen. Ihre Inhalte mindern die Skepsis der Befragten und wecken Neugier auf weitere Facetten der Agenda, während diese gleichzeitig die Entwicklungen aufmerksam verfolgen. Insgesamt wurden positive Wahrnehmungen der GCC-2030-Agenda festgestellt, wobei die Befragten aus Saudi-Arabien die höchste Zustimmung zeigten.

Praktische Implikationen

Der Einfluss von Social-Media-Influencern auf die Einstellungen und Wahrnehmungen gegenüber nationalen Transformationsplänen deutet darauf hin, dass Behörden im GCC-Raum diese verstärkt als wirkungsvolles Instrument nutzen könnten, um Narrative zu gestalten und die öffentliche Beteiligung zu fördern.

Soziale Implikationen

Das öffentliche Vertrauen innerhalb der GCC-Gesellschaften kann positiv oder negativ beeinflusst werden, je nachdem, wie Influencer Themen, Personen und Ereignisse darstellen.

Wert

Dies ist die erste regionsweite Studie, die den Einfluss von Social-Media-Influencern auf die Wahrnehmung und Einstellungen der Bürger gegenüber einer transformativen nationalen Vision untersucht. Sie zeigt, dass sich die Wirkung von Influencern zunehmend über traditionelle Felder wie Mode, Unterhaltung und Technologie hinaus ausweitet.

Schlüsselwort: Social media influencers, 2030 nationale Visionen, GCC, Natione, Perzeption, Einstellungen, Umfrage, X

Übersetzerin:苏梦含 Su Menghan

Korrektorin:孟雪芹Meng Xueqin

 

Social-Media-Influencer und die Konstruktion des öffentlichen Images von Katar Chancen und aufkommende Widersprüche

https//doi.org/10.1515/omgc-2025-0028

Guangda Wang, Lojain Suliman

Zweck

Diese Studie untersucht die Rolle von Social-Media-Influencern bei der Gestaltung des internationalen Images der Länder des Golf-Kooperationsrats (GCC). Der Schwerpunkt liegt dabei auf ihrem Einfluss bei der Förderung von Entwicklungsfortschritten, Tourismus, Kultur und Außenpolitik. Zudem wird die Tiefe und Authentizität der von diesen Influencern vermittelten Narrative kritisch bewertet. Die Studie hebt sowohl Chancen als auch Risiken influencergeleiteter Medienrepräsentation hervor und plädiert für eine ausgewogenere und realistischere Darstellung, die mit den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und humanitären Zielsetzungen nationaler Initiativen wie der Saudi Vision 2030 und der Qatar National Vision 2030 in Einklang steht.

 

Methodik

Die Analyse umfasst die Auswertung von Videoinhalten  insbesondere Reels , die von Influencern mit Wohnsitz in GCC-Ländern produziert wurden.

 

Ergebnisse

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass durch die Integration der Perspektiven von Intellektuellen, Historikern und Kulturfachleuten in Kombination mit der Reichweite und Nahbarkeit von Influencern eine ganzheitlichere und aussagekräftigere Narrative geschaffen werden können.

Praktische und soziale Implikationen

Auf praktischer Ebene empfiehlt die Studie, dass Regierungen und Organisationen der GCC-Staaten strategische Kooperationen mit Influencern eingehen, um sicherzustellen, dass die Inhalte über oberflächliche Werbung hinausgehen und die umfassenderen Entwicklungsziele der Region genauer widerspiegeln.

Wert

Der Wert dieser Forschung liegt in der Bereitstellung umsetzbarer Handlungsempfehlungen für politische Entscheidungsträger, Medienfachleute und Content Creator, um Werbeinhalte besser mit nationalen Interessen abzustimmen und die Glaubwürdigkeit sowie Ausgewogenheit des internationalen Images der GCC-Staaten zu stärken.

 

Schlüsselwörter

Social-Media-Influencer; Golf-Kooperationsrat (GCC); öffentliches Image; regionale Images; Katar.

Übersetzerin杨玉曼 Yang Yuman

Korrektorin梅婷Mei Ting