​Online-Medien und globale Kommunikation 5(1): Abstracts auf Deutsch

发布时间:2026-04-19浏览次数:10

Thema: Die weltweite Diaspora und soziale Medien

Herausgeber: Cui Xi, College of Charleston, USA; Zhao Sumin, University of Edinburgh, Großbritannien

 

Diasporischer Social-Media-Aktivismus als diskursiver Widerstand: Afghanische Frauen stellen die strategischen Narrative der Taliban in Frage

Saadia Farooq, Victoria A. Newsom, Lara Lengel
https://doi.org/10.1515/omgc-2025-0073

Zweck
Diese Studie untersucht, wie Frauen in der afghanischen Diaspora Social-Media-Aktivismus als diskursiven Widerstand einsetzen gegen die strategischen Narrative der Taliban nach dem Wiedererstarken der Taliban-Herrschaft im Jahr 2021. Sie analysiert, wie afghanische Frauen innerhalb der Diaspora und innerhalb Afghanistans Social-Media-Sichtbarkeit nutzen, um diskursive Säuberung und Auslöschung anzufechten, unterdrückte Stimmen zurückzuerobern und ihre Identitäten innerhalb transnationaler öffentlicher Sphären erneut zu behaupten.

Methodik

Kritische Diskursanalyse und visuelle rhetorische Ansätze wurden verwendet, um Twitter/X- und Instagram-Beiträge (n = 1.833) zu analysieren, die den Hashtag #DoNotTouchMyClothes enthalten und den Aktivismus afghanischer Frauen sowohl in lokalen als auch in diasporischen Kontexten darstellen.

Ergebnisse
Die Studie identifiziert den Hashtag-Aktivismus afghanischer Frauen sowohl als Mittel kulturellen Widerstands als auch globaler Solidarität.
Frauen innerhalb Afghanistans nutzen digitale Plattformen als sicherere Räume für Gemeinschaftsbildung und Protest, während Stimmen aus der Diaspora diese Narrative verstärken.Obwohl Online-Widerstand durch Überwachung, Repression und Risiken von Fehlinformationen begrenzt ist, destabilisieren die diskursiven Praktiken afghanischer Frauen die Bemühungen der Taliban um Auslöschung, indem sie Handlungsfähigkeit und Sichtbarkeit behaupten.

Praktische Implikationen
Die Ergebnisse heben hervor, wie digitaler Aktivismus afghanischen Frauen ermöglicht, sich in extremen autoritären Zwängen zurechtzufinden, und liefern Einsichten darüber, wie Aktivist:innen in repressiven Regimen Social Media für Advocacy nutzen können.
Die Studie unterstreicht die Bedeutung der Bewahrung digitaler Aufzeichnungen marginalisierter Stimmen, um ihrer Auslöschung und diskursiven Säuberung entgegenzuwirken.

Soziale Implikationen
Der digitale Aktivismus afghanischer Frauen trägt dazu bei, kulturelles Gedächtnis, Solidarität und globale Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten, trotz lokaler zum Schweigen bringender Bedingungen.Ihr Widerstand stellt Geschlechterapartheid und Autoritarismus in Frage und bietet Modelle der Resilienz für andere unterdrückte Gemeinschaften.

 

Originalität

Diese Studie erweitert die Forschung zu digitalen Diasporas und Social Media, indem sie die Gegen-Narrative afghanischer Frauen als eine Form diskursiven Widerstands hervorhebt.Sie betont die Schnittstellen von digitalem Aktivismus, feministischer Theorie und Diaspora-Studien und dokumentiert, wie Stimmen aus der Diaspora und aus dem Inland gemeinsam diskursive Säuberung anfechten.Indem sie den Aktivismus afghanischer Frauen innerhalb der globalen Diaspora und ihrer digitalen Praktiken verortet, trägt diese Studie zu einem breiteren Verständnis bei, wie Social Media diasporische Erfahrungen, Identitätsverhandlungen und politische Partizipation unter Bedingungen autoritärer Kontrolle vermittelt.Digitaler Widerstand afghanischer Frauen sollte daher als ein zentraler Ort für die Weiterentwicklung von Diaspora-Studien, feministischen Kommunikationsstudien und Area Studies der weiteren Region des Nahen Ostens, Nordafrikas, Afghanistans und Pakistans anerkannt werden.

Schlüsselwörter
Afghanische Frauen; digitale Diaspora; diskursive Säuberung; diskursiver Widerstand; Hashtag-Aktivismus; Taliban.

Übersetzerin苏梦含 Su Menghan

Korrektorin梅婷Mei Ting

 


„Diasporische Intimität“ mit der libanesischen Diaspora in Brasilien in Friedens- und Kriegszeiten zu schaffen

 

Natalia Rabahi

https://doi.org/10.1515/omgc-2025-0075

 

Zweck

Diese Studie untersucht, wie die Instagram-Seite @libano_brasil, eine der meistgefolgten libanesischen Diaspora-Seiten in Brasilien, „digitale diasporische Intimität“ durch die Kommodifizierung von Nostalgie konstruiert und wie diese Intimität im Kommentarbereich zu einer „diasporischen affektiven Polarisierung“ transformiert wird.

 

Design/Methodik/Ansatz

Eine kritische technokulturelle Diskursanalyse wurde von den im März 2023 sowie von September bis Oktober 2024 veröffentlichten Instagram-Beiträgen durchgeführt.

 

Ergebnisse

Die Studie zeigt, wie die Konstruktion der libanesischen Identität bei Diaspora-Mitgliedern durch Erinnerung geprägt wird. In Friedenszeiten wird Nostalgie eingesetzt, um ein Gemeinschaftsgefühl aufzubauen, während in Kriegszeiten Postmemory die Diaspora zu spalten scheint.

 

Praktische Implikationen

Die Studie schließt eine Forschungslücke hinsichtlich der Nutzung sozialer Medien durch die libanesische Diaspora in Brasilien, um Identitäten zu konstruieren und zu verhandeln und gleichzeitig Gemeinschaft und Zugehörigkeit zu suchen.

 

Soziale Implikationen

Die Studie verdeutlicht, wie die libanesische Diaspora in Brasilien digitale diasporische Medien nutzt, um ihre libanesisch-brasilianische Identität zu konstruieren und zu verhandeln. Die Ergebnisse legen nahe, dass digitale diasporische Intimität so stark ist wie die Absicht der Nutzer, Gemeinschaft aufzubauen.

 

Wert
Die Mehrheit der bisherigen Forschung zur libanesischen Diaspora und ihrer Nutzung digitaler Medien konzentrierte sich auf Nordamerika, Europa und Australien. Diese Studie legt daher die Grundlage f
ür zukünftige Untersuchungen der aktuellen libanesischen Diaspora in Brasilien, indem sie @libano_brasil als Fallstudie nutzt, um zu verstehen, wie „digitale diasporische Intimität“ erreicht werden kann und welcheFaktoren zu einer „diasporischen affektiven Polarisierung“ führen.

 

Schlüsselwörter

digitale diasporische Intimität; affektive Polarisierung; Postmemory; Nostalgie; Instagram.

 

Übersetzerin杨玉曼 Yang Yuman

Korrektorin 苏梦含 Su Menghan

 

 

Kulturelle Zölle: Plattformgesteuerte Sichtbarkeit und algorithmische Grenzen des interkulturellen Austauschs

 

Jiayi (Anmy) Wu und Amanda R. Martinez

https://doi.org/10.1515/omgc-2025-0078

 

Zweck

Die vorliegende Studie untersucht, wie die chinesische Social-Media-Plattform RedNote und die Ne Zha-Filmreihe die interkulturelle Kommunikation vermitteln – insbesondere, wie algorithmische Kuratierung, kulturelle Narrative und diasporische Perspektiven Sichtbarkeit und Interpretation prägen.

 

Methodik

Unter Verwendung eines Mixed-Methods-Ansatzes kombiniert die Studie eine Hashtag-Analyse mitqualitativen Tiefeninterviewsmitchinesischen und diasporischen Nutzern. Sie entwickelt ein Rahmenwerk für kulturelle Zölle, bestehend aus affektiver Resonanz, kultureller Kommodifizierung, kulturellem Wissen und kultureller Empathie, um mehrschichtige Barrieren im Prozess kultureller Zirkulation zu erklären.

 

Ergebnisse

RedNote fungierte als hybrider Raum, in dem Marketing, Politik und persönliche Interessen die Sichtbarkeit prägten. Die affektive Resonanz erklärte die emotionale Wirkung von Ne Zha, offenbarte aber zugleich Spaltungen in der Rezeption. Die Kommodifizierung privilegierte vermarktbaren, politisch ausgerichteten Inhalt. Das kulturelle Wissen verdeutlichte, dass Wahrnehmungen in kindlichen Prägungen verwurzelt, aber niemals statisch sind, da Neuentwicklungen und Fandom-Praktiken Bedeutungen umgestalten und erweitern. Die kulturelle Empathie unterschied sich je nach Positionalität: Während einheimische Zuschauer stolz ihre Zustimmung bekundeten, reflektierten diasporische Interviewpartner über Repräsentativität und Anerkennung.

 

Praktische Implikationen

Das geschichtete Modell erklärt, wie kulturelle Zölle sowohl die Möglichkeiten als auch die Grenzen der grenzüberschreitenden Verbreitung chinesischer Kulturprodukte bestimmen. Für Kreative, Plattformen und politische Entscheidungsträger erfordert dies interkulturelle Strategien, die über die reine Übersetzung hinausgehen, mit Fokus auf Zusammenarbeit, gegenseitige Anpassung sowie Sensibilität gegenüber politischen und algorithmischen Filtern.

 

Soziale Implikationen

Die Studie verdeutlicht, inwiefern Kulturprodukte wie Ne Zha als Brücken für interkulturelles Verständnis dienen können, und deckt gleichzeitig strukturelle Barrieren auf, die in Nationalismus, Zensur und ungleichen globalen Medienhierarchien verwurzelt sind.

 

Wert

Diese Forschungsarbeit führt das Konzept der kulturellen Zölle zur Analyse der digitalen und massenmedialen Zirkulation ein und bietet ein neues Rahmenwerk für das Verständnis von interkultureller Kommunikation, digitalen Diasporen und chinesischer Soft Power in einem umkämpften globalen Medienökosystem.

 

Schlüsselwörter

interkulturelle Kommunikation, RedNote, algorithmische Sichtbarkeit, digitale Diaspora, Vereinigte Staaten, Fallstudie, TikTok, chinesische Soft Power.

 

Übersetzerin孟雪芹Meng Xueqin

Korrektorin杨玉曼 Yang Yuman

 


Verwundbare Menschenrechte im Cyberspace: Eine Mehrfachfallstudie zu den digitalen Risiken von Flüchtlingen in Uganda

 

Honglei Lu & Shuyang Jin

 

https://doi.org/10.1515/omgc-2025-005

 

Zweck

Diese Studie untersucht, wie die Digitalisierung die Menschenrechte von Flüchtlingen im Cyberspace verändert, indem sie die alltäglichen Kommunikationspraktiken in Uganda verfolgt. Informations- und Kommunikationstechnologien können soziale Inklusion ermöglichen, doch die Bedingungen, unter denen Flüchtlinge kommunizieren, verteilen oft Risiken neu und schwächen den praktischen Zugang zu Schutz und Rechtsbehelf.

 

Methodik

Der Artikel enthält eine qualitative Sekundäranalyse von „Connecting with Confidence Managing Digital Risks to Refugee Connectivity”, einem Bericht des UNHCR Innovation Service, der auf halbstrukturierten Interviews, Fokusgruppendiskussionen und Feldbeobachtungen basiert. Mit Schwerpunkt auf Fällen in Uganda, insbesondere auf städtischen Flüchtlingen in Kampala, wendet die Studie eine thematische Analyse an, um wiederkehrende Risikomuster, die sie strukturierenden Expositionsbedingungen und gemeldete Bewältigungsstrategien zu identifizieren. Ein auf Sichtbarkeit, Engagement und Antidiskriminierung ausgerichtetes Rahmenwerk für digitale Gerechtigkeit wird mit einer postkolonialen Perspektive kombiniert, um zu interpretieren, wie infrastrukturelle und governancebezogene Asymmetrien digitalen Schaden prägen.

 

Ergebnisse

In allen Fällen lassen sich drei wiederkehrende Cluster erkennen. Der erste betrifft Informationsdiebstahl und Datenextraktion durch routinemäßige Plattforminteraktionen. Der zweite bezieht sich auf Überwachungsängste, die die Autonomie und Kommunikation einschränken. Der dritte umfasst mobilen Geldbetrug, der die finanzielle Widerstandsfähigkeit untergräbt. Flüchtlinge reagieren darauf mit eingeschränkter Handlungsfähigkeit, darunter selektive Sichtbarkeit, Kanalwechsel, Warnnetzwerke unter Gleichaltrigen und erhöhte Wachsamkeit. Diese Schutzmaßnahmen können auch die Teilhabe und Chancen einschränken. Das Geschlecht wirkt als strukturelle Bedingung der Konnektivität, die eine ungleiche Exposition und ungleiche Fähigkeiten zur Entwicklung von Schutzmaßnahmen prägt.

Praktische Implikationen

Eine koordinierte multisektorale Reaktion ist erforderlich. Regierungen können Zugangsbarrieren abbauen und durchsetzbare Rechtsbehelfe stärken. Plattformen und Telekommunikationsanbieter können flüchtlingssensible Schutzmaßnahmen und nutzbare Meldewege implementieren. Humanitäre Akteure können kontextspezifische digitale Kompetenz fördern und gleichzeitig Praktiken vermeiden, die die Überwachung oder Datenextraktion verstärken.

Wert

Durch die Fokussierung auf die Vertreibung im Globalen Süden erweitert die Studie die digitale Gerechtigkeit um eine postkoloniale Sensibilität und bietet einen flüchtlingszentrierten Rahmen, der Konnektivität, Schaden, Bewältigung und Rechenschaftspflicht miteinander verbindet.

Schlüsselwörter

Uganda, UNHCR, Globaler Süden, digitale Gerechtigkeit, Flüchtlingsrechte, postkoloniale Medienwissenschaften.

 

Übersetzerin梅婷Mei Ting

Korrektorin 孟雪芹Meng Xueqin


Das transnationale Mikrofon: Untersuchung der Rolle und Praktiken afrikanischer Diaspora-Podcaster bei der Gestaltung grenzüberschreitender Identitätsbildung und -Partizipation 

Robert Abiyo

https://doi.org/10.1515/omgc-2025-0081

Zweck

Diese Studie untersucht, wie fünf von der afrikanischen Diaspora geführte Podcasts – „Ckiza“, „Not Your African Cliché“, „Afrolit“, „Afro Pop Worldwide“ und „The Hip-Hop African Podcast“ – den transnationalen Flüsse von Identität und Kultur fördern. Die Untersuchung befasst sich auch damit, wie diese in den USA ansässigen Kreativen digitale Räume nutzen, um gemeinschaftliche Partizipation zu gestalten, marginalisierten Stimmen Gehör zu verschaffen und den sozialen Wandel sowohl in ihrem Gastland als auch in ihren Herkunftsländern voranzutreiben. Ihre Motivationen, Strategien zur Produktion von Inhalten sowie ihre Hosting- und Vertriebsnetzwerke werden ebenfalls untersucht.

Methodik

Es wurden halbstrukturierte Interviews durchgeführt, um die persönlichen Erkenntnisse und gelebte Erfahrungen der Podcaster zu erfassen. Ergänzt wurde dies durch eine Analyse ihrer digitalen Inhalte, die ein tiefgreifendes Verständnis ihrer kreativen und technischen Praktiken ermöglichte. Schließlich wurde eine thematische Analyse angewendet, um gemeinsame Muster und wiederkehrende Kernthemen aus den Daten zu identifizieren.

Ergebnisse

Diese Kreativen erleichtern nicht nur den multidirektionalen Informationsflüsse, sondern nutzen die Plattform auch, die Kulturgeschichte zu bewahren und soziale Bewegungen, insbesondere die Frauenermächtigung, auszulösen Durch die Verknüpfung von Themen wie Panafrikanismus, Feminismus, Musikkultur und afrikanischen indigenen Sprachen wollen die Podcaster eine kollektive Identität unter ihrem transnationalen Publikum schaffen. Doch trotz strategischer Multiplattform-Werbung haben sie aufgrund der immer größer werdenden digitalen Kluft in Afrika mit erheblichen Zugangsproblemen für ihr Publikum zu kämpfen. Zuletzt überschreiten diese Produktionen die Grenzen der USA, schaffen ein Gefühl der Identität und Sinnhaftigkeit für ihre Zuhörer und festigen gleichzeitig den Status des Mediums als wichtiges Instrument für den globalen diasporischen Diskurs.

Praktische Implikationen

Diese Studie bietet Content-Erstellern wichtige Erkenntnisse über die Synthese von Storytelling, kulturellem Erbe und Technologie, um Zuhörer zu empowern, globales Engagement zu fördern und ein starkes diasporisches Bewusstsein zu kultivieren. Durch die Untersuchung, wie nicht-kommerzielle Creator alternative digitale Räume nutzen, liefert diese Arbeit einen Entwurf für Podcaster mit begrenzten Ressourcen, um eine globale Reichweite zu erzielen und zugleich die Narrative der afroamerikanischen Medien in der gesamten Diaspora zu verbreiten.

Soziale Implikationen

Die Integration ihrer Muttersprachen ermöglicht es diesen Podcastern,ihre afrikanischen Wurzeln zurückzugewinnen und die einseitigen Darstellungen westlicher Medien zu hinterfragen. Als Hüter eines digitalen Erbes nutzen sie Podcasting als ein „transnationales Mikrofon“, um eine gemeinsame globale Identität festzuhalten und zu verstärken. Indem sie sensible Themen wie die Darstellung von Frauen ansprechen, zeigen sie das Potenzial auf, eine progressive soziale Agenda voranzutreiben und legislative Veränderungen innerhalb konservativer Kreise in Afrika anzustoßen.

Wert

Die Rolle des Podcastings als transnationaler Vermittler ist noch kaum erforscht. Diese Studie leistet daher einen Beitrag zur transnationalen Medientheorie, indem sie einen Rahmen bietet, der über die Narrativ der digitalen Ungerechtigkeit hinausgeht. Vielmehr theoretisiert sie eine virtuelle Sphäre, in der gelebte Erfahrungen und andere Identitäten mit digitalen Plattformen überschneiden, und liefert ein Modell zum Verständnis, wie marginalisierte Stimmen, zum Beispiel die der afrikanischen Diaspora, digitale Infrastruktur nutzen, um Einfluss in ihren Gast- und Herkunftsländern auszuüben.

Schlüsselwörter

Afrikanische Diaspora, Podcasting, Transnationalismus, soziale Medien, sozialer Wandel, Afrikanische Diaspora-Podcaster

 

Übersetzerin梅婷Mei Ting

Korrektorin 孟雪芹Meng Xueqin

 


Mit Memes in die Medienrepräsentation: Kulturelle Identitätsdarstellung durch Memes von Immigrant:innen auf Instagram

Petra Hany Zaky, Shahira Fahmy

https://doi.org/10.1515/omgc-2025-0052

Zweck

Diese Studie untersucht Instagram-Memes von koptischen Immigrant:innen (ägyptischen Christ:innen), um zu analysieren, wie kulturelle Identität dargestellt wird, welche Themen besonders häufig auftreten und welche ko-kulturellen Kommunikationsorientierungen sie im diasporischen Kontext verwenden. Sie zeigt, wie soziale Medien Plattformen bieten, auf denen Kopten ihre Identitäten jenseits stereotyper medialer Darstellungen ausdrücken können.

 

Methodik

Es wurde eine systematische quantitative Inhaltsanalyse durchgeführt. Die Stichprobe bestand aus 450 Instagram-Memes, die mit dem Hashtag #copticmemes gekennzeichnet waren. Ein Codebuch wurde auf Grundlage folgender Aspekte entwickelt: Co-Cultural Theory, Literatur zur kulturellen Identität und einer Überprüfung koptischer Memes, um die Sprache, die Darstellung kultureller Identität, zentrale Themen und Kommunikationsorientierungen zu analysieren.

 

Ergebnisse

Immigrierte Kopten stellten ihre kulturelle Identität auf Instagram-Memes hauptsächlich durch koptische kulturelle Elemente dar, gefolgt von einer Mischung aus koptischen und amerikanischen/westlichen Identitäten. Die wichtigsten Themen umfassten ägyptische (Pop-)Kultur und soziale Normen, koptische soziale Normen sowie kirchliches Gebet. Unter Memes, die die Beziehungen zur dominanten westlichen Kultur darstellten, war Assertive Accommodation die vorherrschende Kommunikationsorientierung, gefolgt von Nonassertive Assimilation.

 

Praktische Implikationen

Medienpraktiker können diese Erkenntnisse nutzen, um ein besseres Verständnis für immigrierte Kopten zu gewinnen. Immigrierte koptische Medienproduzenten können ein Bewusstsein für ihre Beziehung zur dominanten westlichen Kultur durch die identifizierten Kommunikationsorientierungen entwickeln, was ihnen helfen kann, in ihrer Kommunikation bewusster zu handeln.

 

Soziale Implikationen

Diese Studie zeigt, wie soziale Medien, wie Instagram, Minderheiten ermöglichen, ihre Identitäten authentisch darzustellen und gängige Stereotype in den Mainstream-Medien herauszufordern, zusätzlich dazu, ein Gefühl von Gemeinschaft und Zugehörigkeit fördern. Sie zeigt die Rolle digitaler Kommunikation bei der Verbindung immigrierter kultureller Gruppen mit ihrer Heimat und einer gemeinsamen nationalen Identität.

 

Originalität

Diese Studie leistet Pionierarbeit bei der Analyse digitaler Kommunikation durch die Integration der Co-Cultural Theory und Berrys Akkulturationsmodell. Sie schließt eine bedeutende Forschungslücke bezüglich der digitalen Präsenz und des Images der koptischen Diaspora. Sie liefert neue Einsichten darüber, wie sie ihre Identitäten im diasporischen Kontext digital navigieren und rekonstruieren, speziell auf Instagram.

 

Schlüsselwöter

Kulturelle Identität; Instagram; Memes; Kopten; Medienrepräsentation; Diaspora

Übersetzerin苏梦含 Su Menghan

Korrektorin梅婷Mei Ting